DIE HISTORIE

Gemeinsames Singen als Kur für die Seele

Gegründet von 18 Männern in Anwesenheit von Msg. Pfarrer Sebastian Kneipp als „Männergesangsverein Wörishofen 1896“ am 15. Januar 1896 im „Handwerker-Erholungsheim“ hatte dieser am 1. Dezember 1896 im „Hotel Gary“ in Bad Wörishofen, das unweit des heutigen Kurhauses stand, seinen ersten Auftritt. Bei dieser Premiere war auch anwesend Erzherzog Franz Josef von Österreich, der durch sein Klavierspiel den Abend mitgestaltete und später zum Ehrenpräsidenten des Vereins ernannt wurde.

Der Gesangsverein entwickelte sich bis in die 1920er Jahre bestens u.a. auch mit eigenen großen Auftritten dieser Zeit: so wurden z.B. die Operetten „Das Schwarzmaldmädel“ und das „Dreimäderlhaus“ in Eigenregie aufgeführt.

Die beiden Weltkriege überstand der Verein: in den Kriegsjahren 1914-1918 ruhte die Vereinstätigkeit und wurde 1919 von Jakob Cebulj und Pius Müller wieder belebt.

Ab 1951 durften endlich auch Frauen, die bis dahin nur als passive Mitglieder geführt wurden, aktiv mitsingen.

Weitere Höhepunkte in der langen Vereinsgeschichte waren die Verleihung der von Bundespräsident Roman Herzog unterschriebenen „Zelter-Plakette“ anlässlich des 100-jährigen Bestehens 1996, der Festakt zu 100 Jahre „So sollt ihr leben“ und 100 Jahre „Gesundheitserziehung durch den Kneippbund“ 1989, dem kein Geringerer als Bundespräsident Richard von Weizsäcker im Kurhaus beiwohnte oder der Besuch des Ehren-Bundeschormeisters Wilhelm Gößler, der 1955 die „Kneipphymne“ vertont und hier dirigiert hatte.

Reisen führten den Chor u.a. etwa nach Hamburg, Rüdesheim, Rom (mit einem Auftritt im Petersdom), Köln oder zum „Kneippfrühling“ nach Wien.

Msg. Pfarrer Sebastian Kneipp höchstpersönlich hatte nicht nur selbst seine Freude am Gesang, sondern er war bei der Gründungsversammlung anwesend. Nur ein Jahr später ernannte der Verein Kneipp anlässlich seines Namenstags am 20. Januar bereits zu seinem Ehrenmitglied, um von ihm traurigerweise schon einige Monate später mit einem Trauergesang am Grabe Abschied nehmen zu müssen.

Ein weiteres Jahr später übergab Erzherzog Franz Josef von Österreich, dem die Kneippstadt den Kurpark verdankt, dem Verein einen silberbeschlagenen Taktstock, der sich jetzt im Kneipp-Museum befindet,  und zeigte damit seine Verbundenheit.

Ausführlicher Rückblick „100 Jahre Vereinsgeschichte“:

Chorleiter der Singgemeinsachft Liedertafel e.V. Bad Wörishofen seit Gründung:

1896 Gründungsdirigent Herr Lehrer Dillmann

Lehrer Joh. Christian Mader (war am 7.1.1897 Dirigent)

190? – 1904 Lehrer Josef Schön war am 14.1.1904 bereits Chorleiter und hat im Laufe dieses Jahres sein Amt niedergelegt

1904 – 1905 Lehrer Orthofer

1905 – 1912 Lehrer Thaddäus Drexel

1912 – 1913 Hilfslehrer Dantonello, aushilfsweise wegen Rücktritt von Drexel

(11.6.12 – 20.2.13)

1913 – 1914 Lehrer Otto Bauer

1919 – 1919 Lehrer Otto Feistle (12.1. – 25.9.19)

1919 – 1920 Musikmeister Pius Müller sen. (prov. vom 26.9.19 bis 24.9.20)

1920 – 1923 Lehrer Alfons Horsch

1923 – 1925 Musikmeister Pius Müller sen.

1925 – 1931 Lehrer Heinrich Seefried

1931 – 1932 Lehrer Franz Lorz i. Vertr. von H. Seefried von 18.5.31 – 22.11.32

1932 – 1936 Lehrer Heinrich Seefried, am 13.12.36 tödlich verunglückt.

1936 – 1948 Lehrer Max Schurrer

1948 – 1952 Karl Haldenmayr

1952 – 1954 Musikmeister Pius Müller jun.

1954 – 1958 Lehrer Max Schurrer

1958 – 1975 Lehrer Heinrich Brandner

1975 – 1980 Musikdirektor Dietmar Gräf

1980 – 1999 Chorregent Georg Kirschstein

2000 – 2002 Franz Müller

2002 – 2003 Albert Niedermaier

2003 – 2009 Mathias Häusler

2009 – 2012 Albert Niedermaier

2012 – 2015 Thorsten Schmehr

2015 – 2018 Marianne Lösch

2018 ab September Sanni Risch

Vorstände der Singgemeinsachft Liedertafel e.V. Bad Wörishofen seit Gründung:

  • 1896 Friedrich Kipfer
  • 1897 Karl Seidel, war am 7.1.1897 bereits Vorstand
  • ? bis 1904 Johann Christian Mader, gest. vor dem 14.1.1904
  • 1904 – 1912 Ludwig Geromiller
  • 1912 – 1916 Otto Bauer
  • 1919 – 1923 Jakob Cebulj
  • 1923 – 1925 Modestus Schwarz
  • 1925 – 1930 Jakob Cebulj
  • 1930 – 1935 Dr. Wilhelm Demmler
  • 1935 – Heinrich Seefried, kommissarisch bis 07.11.1935
  • 1935 – 1945 Wilhelm Geromiller
  • 1945 – 1947 Franz Wolf
  • 1947 – 1960 Wilhelm Geromiller
  • 1960 – 1986 Ferdinand Salzgeber
  • 1986 – 2006 Anton Scharf
  • 2007 – 2015 Albert Schwärzler
  • 2015 – 2017 Josef Roll
  • 2017  –          Gisela Auwärter, kommissarisch